Festival

Festival

Wochenlange Vorfreude, fünf Kerle, ein Ziel: Acht Tage Party, Alkohol und Weiber! Dazu auserkoren wurde das Sziget Festival in Ungarn. 300.000 Besucher, 200 Bands an acht Tagen auf dreizehn Bühnen. Bierpreis: 1,30 Euro (die Geschichte spielt 2006). Mittendrin: Oli, Paddi, Osama, Maddin und ich!

Die Anfahrt: Eng! Fiat Punto, fünf Kerle mit einem Gesamtgewicht von 530 Kilogramm. Gut, Oli hat alleine 160 Kilo in die Gemeinschaft eingebracht, weswegen er die ganze Zeit den Beifahrersitz in Beschlag nehmen durfte. Weil: a) hinten wäre die halbe Bank seiner Fülle zum Opfer gefallen und b) fahren lassen wollten wir ihn auch nicht, wir haben gerne zwei Hände am Lenkrad statt einen gewaltigen Bauch! Ergo: Er war der einzige, der trinken konnte, weil wir anderen vier uns beim Fahren abwechselten.

Auf der Rückbank: Drei Männer, Körperkontakt, Schweiß und jeweils ein Kasten Bier auf dem Schoß. Auch da war Oli fein raus. Sein Schoß war bereits durch eine große Menge Bauchfett belegt. Ankunft auf dem Festivalgelände. Glasflaschen sind nicht erlaubt. Vielleicht hätten wir die Kästen im Kofferraum verstecken sollen und die Zelte auf dem Schoß platzieren. Immerhin hat Oli schon einen Kasten auf der Herfahrt geschafft, wir vier Fahrer zusammen einen halben. Also sind noch 30 Flaschen übrig.

„Wegschütten?“ fragt Paddi. „Kommt nicht in Frage!“ antwortet Osama und deutet auf die Aufschrift seines T-Shirts: „Lieber Frau und Kind erschießen, als ’nen Tropfen Alk vergießen“ prangt dort in weißen Lettern auf schwarzem Grund.

Also schnell auf die Seite gefahren, um den Auto-Einlass nicht zu blockieren und Kampftrinken. Nach 30 Minuten sind noch fünf Flaschen übrig. Wer wie viele getrunken hat ist im Nachhinein nicht mehr abzuschätzen. Oli klemmt schlagartig die übrigen unter seine Bauchfalte. Geht ganz einfach: Bauch hochhalten, Flasche drunter, nachschieben, bis alle untergebracht sind, Bauch loslassen. Sitzt. Oli ärgert sich, dass er nicht früher daran gedacht hat, schließlich schmuggelt er mit dieser Methode regelmäßig einen Kasten Bier in die Disko. Ohne Kasten versteht sich.

(…)

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